Dienstag, 27. März 2018

Rezension: Wie die Sonne in der Nacht

Titel: Wie die Sonne in der Nacht
Autorin: Antje Babendererde


„Am liebsten wäre ich für immer so geblieben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft festgehalten in diesem einen Moment“ Seite 280


Konnte mich meine alte Lieblingsautorin auch mit ihrem neuen Buch überzeugen?

Klappentext:

Am Ende ihres Austauschjahres in New Mexico sucht Mara das Abenteuer. Und es fällt ihr buchstäblich vor die Füße: in Gestalt eines verletzten Jungen mit rabenschwarzem Haar, der ohne Gedächtnis ist und ohne Sprache. Einzig an seinen Namen kann er sich erinnern – Kayemo. Gemeinsam brechen die beiden in die Wildnis auf. Sie entdecken geheime Orte der Pueblo-Indianer und Spuren, die in Kayemos Vergangenheit führen. Mit jedem Schritt dringen mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Geheimnisse, die die wachsenden Gefühle zwischen Mara und Kayemo unmöglich zu machen scheinen. Aber längst schlagen die Herzen der beiden füreinander …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Antje Babendererde war wie immer locker und leicht geschrieben, sodass man flüssig durch die Seiten kam. Wie immer hat sie ohne aus ihrem Buch ein Lexikon zu  machen, sehr viel Interessantes Fachwissen mit einfließen lassen. Man erkennt ihrem Schreibstil an, dass sie Ahnung von dem hat, was sie erzählt und das sie selbst schon sehr viel verreist ist. Zudem schafft sie es, dass man immer mehr über die Pueblo-Indianer wissen möchte. Denn eigentlich habe ich mich vor ihren Büchern weder für Indianer noch für die Wildnis oder alte Geschichten interessiert.

Charaktere:

Mara hat Feuer. Sie ist lebendig, Lebensfroh und Selbstbewusst. Antje Babendererde hat mir ihr eine unglaublich starke Persönlichkeit geschaffen, die man von der ersten Sekunde an ins Herz schließt. Kayemo ist das genaue Gegenteil von ihr, er ist eher ruhig, unerfahren, aber gleichzeitig auch süß und vor allem unglaublich Interessant, durch die Art und Weise wie er aufgewachsen ist. Mir hat es unglaublich gut gefallen, dass sich die Autorin mal für eine sehr selbstwusste Protagonistin und einen eher ruhigeren Protagonist entschieden hat, der fernab von jedem Klischee ist.


Meinung:

Ich kann gar nicht beschreiben, was ich beim Lesen alles gefühlt habe. Wer eine spannende und atemberaubend schnelle Geschichte sucht, ist hier falsch. Das Buch strahlt eine eher ruhigere Atmosphäre aus, die einen jedoch sosehr fesselt, dass ich nach dem Lesen erstmal meine Zeit brauchte um in das hier und jetzt zurück zukehren. Die Geschichte der beiden ist einerseits wunderschön und herzzerreißend zugleich. Ich habe mit Mara die Welt der Indianer und die alten Geschichten kennen gelernt, die mich wirklich packen konnten und zugleich mit Kayemo gelitten, als er begreifen musste, warum er sein Gedächtnis verloren hat. Die Kulisse der Wildnis und Indianer fand ich einfach nur beeindruckend, da dies einen wieder vor Augen führt, was es alles Wunderbares auf dieser Welt gibt und das nicht nur Handys zählen. Aber Antje Babendererde hat es genauso geschafft mich zum Lachen zu bringen. Mit der Auflösung am Ende hätte ich wirklich nicht gerechnet und das Buch hatte wirklich einige spannende Überraschungen parat.

Um nochmal auf meine Anfangsfrage zurück zukommen, ja dieses Buch konnte mich auch vollends von sich überzeugen, auch wenn es meine  beiden Lieblinge von ihr (Julischatten und Libellensommer) nicht übertrumpfen konnte. Ein Highlight und ich hoffe bald wieder eine Indianer Geschichte lesen zu können.

Bewertung:

5/5 ❤

Anmerkung:

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich von vom Arena Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.


Sonntag, 11. März 2018

Rezension: Auf einmal Liebe

Titel: Auf einmal Liebe
Autorin: Mila Summers


Klappentext:

So hat sich Anna May ihren Neubeginn in Edinburgh nicht vorgestellt. Eigentlich ist sie in die Großstadt gekommen, um die Vorurteile hinter sich zu lassen, die ihr bereits ein ganzes Leben lang anhaften. Als graue Maus getarnt, tritt sie die Stelle der Assistentin der Geschäftsleitung an, um von ihrem schönen Äußeren abzulenken. Doch der Schuss geht gewaltig nach hinten los. Noch am ersten Arbeitstag erhält sie von ihrem Chef einen Hei-ratsantrag. Dabei verkörpert Logan McGregor alles, wovor Anna May weggelaufen ist. 
Logan liebt sein Junggesellendasein und schmückt sich gerne mit hübschen jungen Frauen. Kurz vor seinem 35. Geburtstag setzt ihm sein Vater die Pistole auf die Brust: Entweder er bindet sich, oder er verliert den Anspruch auf den Chefsessel der familiären Whis-kydestillerie.

Charaktere:

Anna May war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist nicht schüchtern, sondern selbstbewusst und weiß was sie möchte. Aber vor allem auch was sie nicht möchte: Man soll sie nicht nach ihrem Aussehen bewerten, als „Trophäe“ behandeln und als dummes hübsches Mädchen abstempeln, sondern sie aufgrund ihres Charakters oder ihrer Leistung wertschätzen. Deshalb möchte sie einen Neuanfang wagen und wandelt ihren Kleidungsstil in weite Klamotten um. Ihren drastischen Schritt nochmal ganz von vorne anzufangen, fand ich sehr mutig. Mit ihrer ganzen Einstellung ist sie ein super Vorbild und zeigt das Frauen weitaus mehr können als mit dem Hintern zu wackeln.
Logan hingegen ist ein typisches Klischee. Er übernimmt kaum Verantwortung, hat Geld und angelt sich eine Frau nach der anderen. Aber er hat Humor und bringt einen mit sei-nen Spontanen Ideen immer wieder zum Lachen oder zum Verzweifeln. Am liebsten würde er für immer so weitermachen, doch sein Vater hat genug von seinem Lebensstil und möchte dem Ganzen ein Ende setzen indem er sagt, dass er sich binden muss. Also macht er Anna May, seiner neuen Sekretärin am ersten Tag einen Heiratsantrag, obwohl ihr ge-tarntes äußeres so gar nicht seinem Beuteschema entspricht. Doch Anna May hat etwas an sich was ihn Beeindruckt.

Meinung:

Eine etwas andere Liebesgeschichte mit einem lockeren Schreibstil. Ich fand es wirklich gut, dass es mal nicht nur um Sex oder Eifersucht ging, sondern um die Gefühle an sich. Die Geschichte hat immer wieder Wendungen genommen die sehr Überraschend kamen und Logan hatte die verrücktesten Einfälle, was super unterhaltsam war. Sowohl Logan als auch Anna May wurden toll dargestellt. Was mir allerdings etwas gefehlt hat, war das drum herum. Ich hätte so gerne viel mehr über die Familien der beiden Erfahren, mehr über Ihre Geschichten, Gefühle und Leben. Denn die Familien der beiden waren so Grundverschieden, aber total Interessant und ich hätte es schön gefunden noch mehr zu erfahren, da diese Logan und Anna auch auf total verschiedene Art geprägt haben.

Fazit:

Eine schöne und humorvolle Geschichte, welche sich mit den inneren Werten beschäftigt und in der spontane Überraschungen lauern. 

Bewertung:

4/5 ★


Anmerkung:
Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich von der Autorin erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.

Montag, 12. Februar 2018

Rezension Harmony - Ein Pferd für immer

Titel: Harmony - Ein Pferd für immer
Autorin: Alexia Meyer-Kahlen
Verlag: Cbj


Klappentext:

Für Jennifer geht ein Traum in Erfüllung: Während des Reiterurlaubs trifft sie auf die jun-ge Paint Stute Harmony. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Jenny darf mit Harmony arbei-ten und die Verbindung zwischen den beiden wird von Tag zu Tag stärker. Als es am Ende des Urlaubs Abschiednehmen heißt, seht für Jenny fest: Sie und die Stute gehören zusammen, und sie wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit Harmony ihr Pferd wird ...

Charaktere:

Jennifer ist ein super sympathisches Mädchen, mit dem richtigen Sinn für Tiere und art-gerechten Umgang. Ihre Glücksgefühle, aber auch die Zweifel an sich selbst waren sehr gut beschrieben und absolut realistisch und nachvollziehbar.

Meinung:

Direkt von der ersten Seite, kam ich aufgrund des lockeren Schreibstils in die Geschichte hinein. Jennifer bekommt von ihrem Vater aufgrund ihrer verbesserten schulischen Leis-tung, einen Reiturlaub geschenkt. Ihr ist aber sofort klar, dass sie dabei lernen möchte besser mit Pferden umzugehen und es kein gewöhnlicher Ferienhof sein soll. Im Internet findet sie einen Natural Horsemanship Kurs und ist sofort begeistert und meldet sich an. In dem Kurs lernt sie dann die junge Stute Harmony kennen und ist sofort verliebt. Die Autorin hat die Verbindung der beiden sehr gut dargestellt und auch verständnisvoll er-klärt, was genau Natural Horsmanship ist. 
Es wird einem auf eine wundervolle Weise artgerechte Tierhaltung und Ausbildung nä-hergebracht. Viele Menschen behandeln Pferde heutzutage leider als Sportgerät, aber nicht als ein individuelles Lebewesen. Die Geschichte zeigt wie einzigartig jedes einzelne Tier ist und erklärt, eine Trainingsmethode von der sich viele Menschen eine Scheibe ab-schneiden können. 
Jedoch bemerkt auch Jennifer, dass sehr viele Schwierigkeiten auf sie zukommen und doch nichts perfekt sein kann. Genau dieses unperfekte fand ich Klasse, weil es realistisch erscheint und nicht wie ein Paradies, dass durch die rosarote Brille gesehen wird.

Bewertung:

4,5/5 ★


Fazit:

Ein Buch, was sich mit einer artgerechten und tollen Trainingsmethode beschäftigt und einem jungen Mädchen, dass lernen muss mit schwierigen Situationen umzugehen. Eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier.

Anmerkung:

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Cbj Verlag erhalten habe. Als Gegen-leistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.

Sonntag, 28. Januar 2018

Rezension: Game of Hearts

Titel: Game of Hearts
Band: 1
Autorin: Geneva Lee
Verlag: Blanvalet


Klappentext:

Als Emma Southerly auf einer exklusiven Party, auf der sie eigentlich weder sein will noch erwünscht ist, den attraktiven, geheimnisvollen Jamie trifft, klopft ihr Herz vom ersten Augenblick an einen Takt schneller. Wer ist dieser Mann mit dem raubtierhaften Charme, und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen? Trotz aller Bedenken verbringt sie eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, die sie so schnell nicht vergessen wird – auch, weil es am nächsten Morgen in Las Vegas nur ein Thema gibt: Eine Leiche wurde gefunden – und Jamie ist der Hauptverdächtige. Aber er war doch die ganze Nacht bei ihr, oder etwa nicht?

Charaktere:

Emma hat es nicht leicht. Im Gegensatz zu ihren Mitschülern ist sie weder Reich noch beliebt. Im Alltag kümmert sie sich um ihren Vater und die Ferien über arbeitet sie in seinem Pfandhaus und bearbeitet die anfallenden Rechnungen. Am letzten Schultag wird sie von ihrer besten Freundin überredet auf die riesige Party ihrer Feindin zu gehen, wo sich ihr Leben seit der Begegnung mit Jamie auf den Kopf stellt. Emma ist ein eigentlich sehr ruhiger Mensch, die am liebsten Zuhause bleibt und Serien schaut. Sie war mir direkt sympathisch, obwohl sie anfangs eher negativ eingestellt war. 
Jamie ist attraktiv und geheimnisvoll, im Laufe der Geschichte erfahren wir immer wieder kleinere Fakten über ihn. Auch er ist mir sympathisch und ich bin unglaublich neugierig noch mehr über ihn zu erfahren.
Emmas beste Freundin ist eine Humorvolle Nebenfigur, über die man leider nicht so viel erfährt.

Meinung:

Anfangs war ich kritisch, weil ich schon sehr gemischte Meinungen über die Autorin gehört hatte. Dies hat sich aber sehr schnell gelegt und ich war in der Geschichte gefangen. Die Autorin hat es geschafft mich neugierig zu machen, ich wollte immerzu wissen wie es mit den beiden und dem Mordfall weitergeht. Die Zusammenhänge und geheimisse die sich in Las Vegas zusammengebraut haben, fand ich Interessant. Generell die Kulisse von Las Vegas war Klasse und passt perfekt zu der Geschichte. Die Erotik nimmt einen eher überraschend kleinen Teil der Geschichte ein, was mir aber gut gefallen hat, da sich die Geschichte so eher auf die Geheimnisse und auch das Leben der beiden fokussiert.

Bewertung:

4,5/5 ★

Fazit:

Eine geheimnisvolle romantische Geschichte, in die der Mordfall Spannung bringt. Diese Kombination hat mir wirklich gut gefallen und hätte ruhig mehr Seiten haben können, ich bin gespannt wie es weiter geht.

Anmerkung:
Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Blanvalet Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Rezension: Unsere verlorenen Herzen

"Grace Town ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium" Seite 90

Inhalt:

Henry hat sich bisher kaum für Mädchen interessiert und sich nur dem Schreiben der Schülerzeitung gewidmet. Doch dann taucht ein neues Mädchen auf der Schule auf: Grace. Sie trägt Jungsklamotten, humpelt und wirkt sehr sonderbar. Doch Henry spürt sofort die Anziehungskraft, die von ihr ausgeht. Grace ist nicht wie die anderen Mädchen auf Henrys Schule, sie ließt Gedichte und lässt kaum einen an sich heran. Für Henry war sie von Anfang an etwas ganz besonders und so versucht er hinter ihre Fassade zu blicken. 


Cover:

Auf den ersten Blick wirkt es kitschig, doch auf den zweiten passt es perfekt zu der Geschichte.

Schreibstil:

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und die Seiten verfliegen. Die Autorin hat eine wunderschöne Wortwahl und es stecken viele einzigartige und wahre Aussagen über die Liebe und das Leben in ihren Wörtern. Sie schafft eine wirklich besondere Atmosphäre.


Charaktere:

Die Protagonisten Henry und Grace waren beide sehr außergewöhlich und hatten wenig von einem typischen Schüler, wie wir sie aus Highschool Geschichten sonst so kennen. 
Henry ist ein begabter Schreiber, er kann besser mit dem Stift umgehen als mit dem Mund. Das merkt man auch immer wieder an seinen Notizen. Er lernt in diesem Buch die Liebe kennen. Die Autorin stellt die schönen als auch die schlechten Seiten dieser ganz besonderen Liebe sehr gut heraus. Henry hat es gewiss nicht einfach mit Grace und zeigt sehr viel Mitgefühl und Kämpft unglaublich für das was er möchte. Denn noch nie hat er so eine Anziehungskraft für ein Mädchen empfunden. Seine Famile und seine Freunde stehen ihm bei und besonders seine beste Freundin Lola bringt sehr viel Humor mit.
Grace ist sehr zurück gezogen. Im Laufe des Romans erfahren wir warum sie Jungen Klamotten trägt und was sie für ein Geheimnis hütet. Sie musste schon sehr viel erleben, bringt daher aber auch jede Menge Weißheit mit.

Meinung:

Eine wirklich außergewöhliche Liebesgeschichte, die vollkommen ohne Klischees auskommt. Wir erfahren viel über die beiden Protagonisten und das Leben. Es passieren immer wieder rassante Wendungen, welche größtenteils von Grace ausgehen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Genauso wenig wie mit dem Ende der Geschichte. Das Buch zeigt wie tiefgründig und auch schwierig wahre Liebe ist und was sie aus einem Menschen machen kann. 


Bewertung: 

5/5 ★

Anmerkung:
Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Cbt Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.

Rezension: Als dein Blick mich traf

Titel: Als dein Blick mich traf
Band: 2
Autorin: Nicole Jacquelyn
Verlag: Bastei Lübbe

Inhalt:

Im zweiten Band treffen wir auf ein anders Familienmitglied dieser verrückten Familie, Anita. Sie wollte schon immer eine eigene Familie gründen, hat jedoch nie den richtigen Partner dafür gefunden. Nun muss sie sich aufgrund einer Krankheit operieren lassen. Diese Operation macht jedoch ihren Traum von eigenen Kindern unmöglich. In einer Bar trifft sie auf Bram. Er ist in derselben Pflegefamilie aufgewachsen wie sie, jedoch schon ausgezogen bevor Anita dort aufgenommen wurde. Unvermittelt küsst er sie. 
Wie es mit Anitas Traum und den Beziehungen innerhalb dieser sehr eng verwobenen Familie weiter geht, wird natürlich nicht verraten.

Schreibstil:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Anita und Bram erzählt, was der Autorin großartig gelungen ist, da man so sehr viel vom Geschehen in der Familie mitbekommen hat und die verschiedenen Sichtweisen über ein sehr ernstes Thema wunderbar nachvollziehbar waren. Es ließ sich zudem sehr flüssig und angenehm lesen.
Charaktere:
Die Familie erschien mir am Anfang sehr verworren und kompliziert. Aber als man sich einmal mit der sehr hilfreichen Abbildung ganz vorne beschäftigt hatte, konnte man alles sehr gut nachvollziehen. Ich fand es schön mal nicht von einer klassischen Mutter, Vater, Kind Familie zu lesen. Diese Familie war modern, lustig und erfrischend. 
Anita ist eine sehr selbstbewusste Person, sie hat das was sie wollte immer durchgezogen und sich nicht durch andere Meinungen verunsichern lassen, was mir gut gefallen hat.  Ihr Verhalten konnte ich immer verstehen, aber gerade eine sehr wichtige Entscheidung ging mir viel zu schnell. In diesem sehr emotionalen Moment hätte ich gerne gewusst, warum sich so entschieden hat und was in ihrem Kopf vorgeht.
Hinter Bram steckt sehr viel mehr, als seine Fassade vermuten lässt. Er war mir ebenfalls direkt sehr sympathisch. Dennoch hätte ich mich auch hier gefreut noch mehr über ihn zu erfahren, gerade weil ich ihn so Interessant fand.

Meinung:

Obwohl mir ein paar Details gefehlt haben, ein sehr emotionales Buch, was mich mit seinem einzigartigem Humor sehr oft laut auflachen lassen hat. Es kamen aber ebenso sehr traurige und tiefe Emotionen auf. Eine wahre Achterbahn der Gefühle, in einem Moment lacht man und im nächsten Moment ist man total geschockt. Zudem beschäftigt sich das Buch mit einem wirklich sehr wichtigen Thema für unsere Gesellschaft, über das man leider sehr wenig in Büchern zu lesen bekommt. 

Fazit:

Ein hinreißendes Buch über ein gesellschaftlich wichtiges Thema, bei dem lediglich ein paar Details ausgelassen wurden. Ich freue mich sehr auf die weiteren Bände.

Bewertung:

4/5 ★

Anmerkung:
Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich von der Lesejury erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.

Donnerstag, 16. November 2017

Rezension Sid(e) Effects - Lebe, als wenn es kein Morgen gibt

Titel: Sid(e) Effects –Lebe, als wenn es kein Morgen gibt (Band 1)
Autorin: Emma Smith

Klappentext:

Sidney Prescott ist nicht nur jung und sexy, sie leitet auch die renommierteste Werbeagentur an der Ostküste. Umso genervter ist sie, das ausgerechnet ihr neuer Kunde all den Erfolg und ihre Kontrolle ins Wanken bringen könnte. Denn Kontrolle ist für sie alles im Leben ...

Slim Shadows ist nicht nur Rockstar durch und durch, sein Ruf ist so miserabel das gute Werbung her muss. Er hat sich fest vorgenommen den Job durch zuziehen, um schnell wieder in eines der vielen Betten seiner ,,Dinger zu hüpfen. Der Plan könnte so gut sein, wäre Slim nur nicht Sidney begegnet. Die geheimnisvolle Frau mit der großen Klappe fasziniert ihn. Er möchte unbedingt hinter ihrer Fassade blicken. Aber es gibt einen Grund, warum das noch keiner tun durfte ...

Nacht gegen Finsternis, ein Spiel beginnt, das keiner gewinnen kann ...

Schreibstil:

Über die Autorin hatte ich bis jetzt nur durchweg positives gehört und kann dem vollkommen zustimmen. Sie schreibt sehr flüssig und hat eine schöne Wortwahl. Sie erzeugt Bilder im Kopf die sich anfangen zu bewegen. Die Zeit habe ich während des Lesens komplett aus den Augen verloren und auch wie schnell die Seiten verflogen ist kaum aufgefallen.
Charaktere:
Sid ist eine Geschäftsfrau. Sie ist nicht nur irgendeine, sondern auch noch richtig gut. Sie ist ein sehr starker und taffer Charakter die weiß, wie man sich als Frau durchsetz. Das hat mir wirklich unglaublich gut gefallen.  Sie weiß was sie will und hat einen unglaublichen Humor, der mir super gefällt. Sid ist eine Persönlichkeit die Standhaftigkeit besitzt, aber ihre Freude nicht verloren hat. Im Laufe des Buches lernen wir sie immer besser kennen und finden verschiedenes über sie heraus, was dem Buch unglaublich viel Tiefgang verleiht.
Slim kommt gerade zu Beginn des Buches total klischeehaft herüber. Der typische Bad Boy eben, den wir aus so vielen Büchern kennen und wenig wiedererkennungswert hat. Aber genau das verändert sich komplett im Laufe der Geschichte. Wir lernen ihn kennen, er bekommt einen Charakter und eine Geschichte. Sein Humor und seine Gedanken bei denen ich nicht nur einmal laut auflachen musste, machen ihn Stück für Stück einzigartig.
Über die Nebencharaktere erfahren wir immer nur etwas am Rande, aber in ihnen steckt sehr viel Potential.


Meinung:

Auch wenn ich zugebener Maßen am Anfang etwas skeptisch war, ob das Buch nicht zu Klischeehaft wird, konnte es mich vollends überzeugen. Wir treffen auf tolle einzigartige Personen, welche man lieb gewinnt. Man bekommt außerdem immer mal wieder etwas vom Showbuisness und dem Management einer Band mit, was ich persönlich ebenfalls sehr interessant fand. Beindruckt hat mich ebenfalls der Prolog des Buches. Dieser hat zum Anfang hin überhaupt keinen Sinn ergeben, aber lässt gleichzeitig nach beenden des Buches auf den nächsten Band spekulieren. Das Ende lässt einen förmlich vor Neugierde platzen.


Fazit:

Das Buch entwickelt sich durch seine detaillierten Charaktere und einem tollen Schreibstil zu einem echten Page-Turner, den man unmöglich aus der Hand legen kann.

Bewertung:

 5/5 ❤

Anmerkung:
Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Eisermann Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.